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Sport tut Frauen richtig gut … und Männern auch

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Ich bin bei weitem keine Fitness-Bombe, die 20 Klimmzüge machen kann, dabei kunstvoll die muskulösen Beine verrenkt und gebleached in die Kamera grinst. Auch kann ich keine 20 km in 1:20 Stunden flitzen und mit erhobener Siegerfaust das Ziel durchlaufen. Liegt nicht unbedingt an der Zeit und an der Siegerfaust, eher daran, dass ich gar keine 20 Km schaffe. Trotzdem halte ich mich nicht für unsportlich. Ganz normaler Sport im ganz normalen Rahmen. Figürlich bin ich auch ganz durchschnittlich und wirklich froh, dass mein Bauch im Bett nicht neben mir liegt, wenn ich mich auf die Seite drehe. Von toll ausdefinierten Bauchmuskeln bin ich allerdings ein gefühltes Universum weit entfernt. Ich bin halt eine Frau wie jede Frau.

Alltag ohne Sport

Seit vielen Jahren sind Sport machen und sich bewegen ein uns immer umgebendes Thema. Und ich finde zu Recht! Wer bewegt sich denn heute noch so, dass Kreislauf und Muskeln ausreichend arbeiten müssen, mal abgesehen von Post- und Paketzustellern? Im Job sitzen viele auf Ihren vier Buchstaben, weil eine ganze Menge Arbeit über Computer und Automatisierung erfolgt. In der Freizeit hängen mehr oder weniger vorm Handy, der Spielkonsole, dem Laptop oder Fernseher rum. Natürlich fordern Beruf, Alltag, Kinder und Haushalt eine ganze Menge Energie und Zeit, aber das sind eben nur Alltagsbewegungen und reichen nicht aus. Zu viele Wege werden mit dem Auto oder der Bahn erledigt; zu Fuß gehen die wenigsten. Und Spazieren im Schlenderschritt zählt nicht.

Vor Jahren hatte ich mal mit einem Großstädter zu tun, der mir in Dresden was zeigen wollte. Unser Ziel – was auch immer es war, ich habe es vergessen – war ca. 1,2 Km entfernt oder noch weniger. An die Diskussion erinnere ich mich noch heute, da er unbedingt mit der Bahn fahren wollte. Ich als Kleinstadt-Ella war das Zu-Fuß-Gehen gewöhnt und wollte kein Geld für zwei dusselige Straßenbahnhaltestellen ausgeben. Für ihn war das die längste Strecke der Welt und ich dachte, ich bin im falschen Film.

Was passiert denn, wenn wir uns in die Bewegungslosigkeit zurückziehen? Die eine Seite betrifft den Körper, das Herz-Kreislauf-System. Ich meine mich zu erinnern, dass weltweit die Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Platz 1 der Krankheiten stehen. Logisch, viel Arbeit (und es wird bei den meisten immer mehr), viel Stress, wenig gesundes Essen. Wobei es beim letzteren Unterschiede zu geben scheint. Meine Wahrnehmung ist, dass Großstädter mehr auswärts essen, also sich schneller was auf die Hand holen, während auf dem Land noch eher gekocht wird. Auch das Alter scheint eine Rolle zu spielen. Wer von der Jugend kocht schon noch?

Die Folgen der Trägheit

Die Quintessenz daraus ist, dass wir körperlich träge werden. Unser Körper verändert sich, nicht jeder, aber die meisten kriegen mehr auf die Rippen. Warum? Weil jeder Körper auf dieser Welt – ohne uns zu fragen – beschlossen hat, das Wachstum in die Breite expotenziell schneller umzusetzen als das Wachstum in die Höhe. Ganz und gar nicht witzig ist, dass es durch die schleichend größere Trägheit eine große Anstrengung braucht, um sich körperlich in Gang zu setzen. Also werden Bewegungen wieder reduziert, es wird noch mehr mit dem Auto gefahren – eine Spirale, die schnurstracks in die Bewegungslosigkeit führt.

Ohne regelmäßige Bewegung werden wir aber nicht nur körperlich träge. Manch einer hat gar kein Gewichtsproblem und ist trotzdem unzufrieden oder depressiv. Durch zuwenig Bewegung leidet eben auch unsere geistige und psychische Gesundheit. Menschen, die sich körperlich nicht bewegen und keinen anderen Ausgleich haben, haben irgendwann kein gutes Gefühl mehr. Und das strahlen sie auch aus. Die eigene Ausstrahlung hat eine unglaubliche Wirkung auf die Menschen, mit denen wir zu tun haben. Sie entscheidet darüber, wer mit uns zu tun haben möchte und wer uns lieber meidet. Im schlimmsten Fall wendet sich der Partner ab oder es ist überhaupt erst keiner in Sicht. Wohnungen beispielsweise, in denen keine Spiegel zu finden sind, deuten nicht unbedingt auf das Vorhandensein von sexy Männern/Frauen mit langen, spitzen Beißerchen hin. Nein, Menschen, die mit sich nicht zufrieden sind, können es irgendwann nicht mehr ertragen, sich im Spiegel zu sehen oder er wird ignoriert. Glaubt mir, besonders Frauen sind gut im Ignorieren.

Die Trägheit hat schlimme Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein. Ich will nicht schmalzig werden, aber die Seele leidet. So viele Menschen, mit denen ich zu tun habe und hatte, hatten ein fürchterlich schlechtes Selbstbild von sich. Kaum einer konnte tolle Dinge an sich benennen. Das muss nicht sein. Sicherlich bedarf es einiger Dinge mehr, um wieder ein gutes Selbstbild aufbauen zu können. Zu einem späteren Zeitpunkt mehr dazu. Aber Sport und Bewegung sind Dinge, die dazu führen, sich bewusster wahrzunehmen und gut zu fühlen.

Mehr Selbstbewusstsein für Frauen

Viele Frauen, die ich kennen lernen durfte, schwärmen davon, durch Sport Muskelkater zu bekommen. Warum? Weil sie wussten, etwas für sich getan zu haben, weil sie sich dadurch wieder spüren konnten und weil Glückshormone im Spiel waren. Egal, welche Art von Sport jede für sich entdeckt, wichtig ist, anzufangen und sich zu bewegen. Macht mit Eurem Partner oder in einer Gruppe Sport. Das fetzt und macht Spaß. Geht zu Beginn nicht unbedingt in ein Bootcamp, das geht nach hinten los. Und lasst Trainer sein, die Euch runtermachen.

Wichtig ist, dass nicht die Alltagsbewegung als Sport herhalten muss. Nein, der Puls sollte schon mal schneller schlagen. Es kann auch ruhig mal ein Schweißtropfen von der Stirn herablaufen.Ich weiß, dass es schwer ist, aus der Trägheit in die Aktivität zu kommen. Es ist wie ein großes, schweres Mühlrad. Das ächzt und stöhnt und lässt sich nur mit viel Kraft in Bewegung setzen. Aber wenn es dann einmal läuft, geht es immer leichter und immer schneller. Und es ist nicht mehr zu stoppen!

Bewegt Euch regelmäßig! Nicht regelmäßig einmal jährlich, sondern regelmäßig mehrmals in der Woche. Eure körperliche, geistige und psychische Gesundheit wird es Euch danken. Ein wunderbarer Nebeneffekt für alle, unabhängig vom Gewicht: Der Körper strafft sich und die Muskulatur kommt wieder zum Vorschein. Die Ganzkörperspiegel dürfen wieder Einzug in die vier Wände halten, denn natürlich kann die ein oder andere dabei auch ganz schön Pölsterchen verlieren. Stellt Euch die Euphorie beim Nackt-vor-dem-Spiegel-stehen vor. Und welche Frau möchte nicht begehrenswert sein und 1-2 Kleidergrößen kleiner tragen können? Dabei muss man nicht zwangsläufig auf die Konfektionsgröße 34 oder 36 kommen, Euer Selbstbewusstsein wird trotzdem steigen. Und unterschätzt diese Wirkung nicht. Eine Frau mit Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein wirkt begehrenswert und sexy.

Sport für Männer

Für alle Couch-Potatos: Frauen stehen auf knackige Männer. Dabei meine ich nicht die rheumatischen Gelenkbeschwerden im Ruhestand und auch nicht die Bodybuilder-Fraktion. Männer mit Muskeln in einem ausgewogenen Verhältnis sind definitiv ein Hingucker für jede Frau. Bitte glaubt nicht, dass nur die Männer attraktiv sind, die einen Waschbrettbauch, das sogenannte Sixpack zur Schau stellen können. Nein, ein kleiner Bauch tut’s auch. Kuschelt sich auch gut. Aber wenn Männer meinen, einen Bauch haben zu müssen, nur weil man das wertvolle Werkzeug schließlich auch unter ein Vordach hängt… Nun ja.

Wie Frauen wachsen auch Männer mit sportlicher Betätigung. Auch hier hat der Sport direkten Einfluss auf das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich tatsächlich in Gang zu kriegen. Das Zocken gehört nicht dazu. Schach und Angeln scheiden auch aus. Und auch die Pokemonjagd. Im Urlaub habe ich erlebt, dass Leute mit dem Auto in den Hafen gefahren sind, um die Viecher zu erwischen. Sportliche Männer haben viel mehr Möglichkeiten, Frauen kennen zu lernen oder sich für die eigene attraktiv zu machen und zu halten.

So liebe Leser, hier habe ich meine Gedanken zum Thema Sport zusammengefasst. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, Sportarten, die mir gut tun, vorzustellen. Lasst Euch motivieren Sport zu treiben, denn Sport ist ein Puzzleteil auf dem Weg zum Glücklichsein. Ihr werdet in jeder Hinsicht davon profitieren. Lasst Euch einladen, die Kommentarfunktion bestmöglich zu nutzen und erzählt mir und meinen Lesern von Euren Gedanken und Erfahrungen zum Thema Sport. So, ich ziehe mir jetzt meine Rennsemmeln an und bin dann mal weg.

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